Berlin: 1.000 Polizisten wegen Demos und Fußball im Einsatz

Der Konflikt in Nahost sowie eine rechtsradikale Veranstaltung samt Gegenprotesten ziehen heute Demonstranten in Berlin an. Die Polizei muss wieder ein großes Aufgebot mobilisieren.

Rund 1.000 Polizisten sind in Berlin vor allem wegen Demonstrationen zu zwei Themen im Einsatz. Dazu kommt noch ein Bundesligaspiel. In Hellersdorf wollten die rechtsradikale Gruppe „III. Weg“ mit 70 Teilnehmern demonstrieren, angekündigt waren auch Gegendemonstrationen. 

Im Zentrum Berlins waren mehrere Demonstrationen zum sogenannten Al-Kuds-Tag angemeldet. Die größte Veranstaltung mit 700 angemeldeten Teilnehmern startete nicht, wie ursprünglich geplant, an der Botschaft Saudi-Arabiens am Tiergarten, sondern sollte nur gegenüber des Brandenburger Tores an der Straße des 17. Juni stattfinden. 

Eine Gegendemonstration zur Unterstützung Israels lief schon am Mittag mit 50 bis 100 Teilnehmern auf dem Ku’damm. 

An dem israelfeindlichen Al-Kuds-Tag ruft der Iran jedes Jahr zur Eroberung Jerusalems auf. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967. Bei Demonstrationen in früheren Jahren gab es israelfeindliche und antisemitische Sprechchöre.