Bildschirm-Panne: Das Smartphone-Display ist kaputt? Das sollten Sie jetzt tun

Ein unglücklicher Sturz – und das Smartphone-Display ist hinüber. Dann heißt es schnell handeln. Was zu tun ist und warum sich die Reparatur oft nicht lohnt, erfahren Sie hier.

Manchmal reicht ein unvorsichtiger Moment, und schon ist das Smartphone zu Bruch gegangen. Vor allem gesprungene Displays sind enorm ärgerlich. Und das nicht nur, weil die Risse den Anblick stören. Warum Sie nach einer Display-Panne schnell handeln sollten und was zu tun ist, erfahren Sie hier.

Kaputtes Smartphone-Display: Wie groß ist der Schaden?

Als Erstes sollten Sie den Schaden prüfen. Der kann nämlich sehr unterschiedlich ausfallen. Ist das Display gesprungen, der Touchscreen funktioniert aber noch, dann haben Sie vergleichsweise noch Glück gehabt. Deutlich schlimmer ist es nämlich, wenn auch die Toucheinheit nicht mehr funktioniert. Oder das Display gleich gar nicht mehr angeht.

Selbst im Glücksfall sollte Ihnen aber bewusst sein: Auch wenn Sie das Gerät noch weiter nutzen können, muss das nicht so bleiben. Das Display erfüllt neben Steuerung und Anzeige nämlich noch eine wichtige weitere Funktion – es schließt das Gehäuse ab. Sind nun Risse oder gar Löcher darin, ist das Innere des Gerätes nicht mehr vollständig vor Feuchtigkeit geschützt. Ein Regenguss oder hohe Luftfeuchtigkeit, etwa im Bad, können dann dafür sorgen, dass Wasser ins Innere kommt. Und dann dort einen Kurzschluss auslöst.

Vorsicht, Glas!

Eine weitere Gefahrenquelle ist das Display selbst, beziehungsweise die Glasscherben und / oder -splitter, die sich möglicherweise daraus herauslösen. Weil das Display mit allerlei Dreck an unseren Fingern in Kontakt kommt, ist die Infektionsgefahr durch Schnitte erhöht. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man zeitweise eine günstige Schutzfolie auf das gebrochene Display kleben, um das Risiko von Schnittverletzungen zu minimieren.

Daten sichern

Die wichtigste Handlung ist zunächst, die Daten auf dem Gerät zu sichern. Haben Sie ein automatisches Back-up etwa über einen Cloud-Dienst eingerichtet, dann können Sie diesen Schritt überspringen. 

Lässt sich das Gerät noch entsperren, können Sie das Back-up auch nach dem Sturz noch einrichten – und sollten es auch so schnell wie möglich tun. Können Sie das Gerät nicht mehr entsperren, wird es schon schwerer. 

Besitzer der meisten Android-Geräte können es mit einem sogenannten OTG-Adapter an den PC anschließen und dann darüber steuern. Beim iPhone lässt sich bei Modellen ab dem iPhone 15 über den USB-C-Anschluss eine Tastatur anschließen, frühere iPhones benötigen dazu einen Adapter. Danach können Sie das entsperrte Gerät ebenfalls über den Anschluss mit einem Computer verbinden und über iTunes sichern.

Was bei Reparaturen zu beachten ist

Nun geht es um die eigentliche Lösung des Problems: Sollten Sie das Display reparieren lassen? Diese Frage ist komplizierter zu beantworten, als man denkt. Nach einem Test der Stiftung Warentest sind die Reparaturen oft so teuer, dass sie den Restwert des Gerätes oder einen Neukauf überschreiten. Als Faustregel gilt: Je neuer und je teurer ein Gerät ist, desto eher lohnt sich auch die Ausgabe für die Reparatur.

Auch dann kommt es aber darauf an. Bei einem iPhone 15 muss man bei Apple etwa alleine für die Reparatur des Displays schon mit mindestens 339 Euro rechnen. Besitzt man ein iPhone 15 Pro Max, sind es gar 488 Euro. Aber auch bei günstigeren Geräten lohnt sich die Reparatur oft nicht – da ein neues Gerät kaum mehr kostet. Bei einem Xiaomi Mi 10 Lite etwa kostet ein neues Display knapp 200 Euro. Für 230 Euro kann man aber gleich ein Neugerät kaufen. 

Auf alternative Anbieter auszuweichen, lohnt sich nur, wenn man mit einer schlechteren Qualität leben kann. Das liegt nicht daran, dass die Drittdienste schlecht arbeiten: Die Originaldisplays sind nur in der Regel so teuer, dass Drittdienste oft dieselben Preise abrufen wie die Hersteller selbst. Nur mit einem Drittanbieter-Ersatzteil lassen sich dann auch die Kosten drücken, dann sinkt oft aber die Qualität. Hier muss jeder abwägen.

So schützen Sie das Display

Die günstigere Variante ist deshalb in erster Linie, vorzusorgen – und das Gerät schon im Voraus vor Schäden zu schützen. Also: eine Schutzhülle zu verwenden. Auch hier sollte man nicht am falschen Ende sparen. Gute Hüllen sehen nicht nur schick aus, sondern federn auch wirklich Stürze ab. Bei zu günstigen Hüllen ist das nicht der Fall. 

Eine Display-Schutzfolie kann auch helfen, wenn auch aus einem anderen Grund als die meisten Menschen glauben. Die Folien verhindern nämlich keine Sprünge im Display, sondern lediglich Kratzer. Gerade bei modernen Premium-Smartphones ist das aber trotzdem sinnvoll: Deren Spezialglas ist besonders gut vor Brüchen geschützt. Das hat aber seinen Preis: Das Glas ist weicher, um Stürze abzufedern. Deshalb zerkratzt es leichter. Die modernen Premiumgeräte brauchen also weniger dringend eine Hülle – dafür aber eine Folie.