Kindesmissbrauch: Durchsuchungen wegen Kinderpornografie auch in Brandenburg

Ein riesiges Pädophilen-Netzwerk ist von der Polizei hochgenommen worden. Auch in Brandenburg fanden bereits im März Durchsuchungen mehrerer Objekte statt.
Im Rahmen von Ermittlungen gegen ein riesiges Pädophilen-Netzwerk mit fast zwei Millionen Nutzern hat die Polizei auch in Brandenburg mehrere Gebäude durchsucht. Bei der konzertierten Aktion habe die Polizei auch in den Landkreisen Uckermark, Oberspreewald-Lausitz und in der Stadt Brandenburg an der Havel Durchsuchungen durchgeführt, sagte eine Sprecherin der Polizei.
Es gehe bei den Durchsuchungen um Kinderpornografie. Dabei seien 46 Datenträger beschlagnahmt worden. Diese werden aktuell ausgewertet. Festnahmen gab es keine.
Groß angelegte Aktion der Polizei
Bei den länderübergreifenden Ermittlungen waren nach Europol-Angaben 79 Menschen festgenommen worden. Unter Leitung des bayerischen Landeskriminalamtes sei die Plattform Kidflix vom Netz genommen worden. Nach Darstellung von Europol geht es um eine der größten Pädophilen-Plattformen weltweit. Demnach soll es sich auch um den bisher größten Einsatz gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern in Europa handeln.
Die Ermittlungen hatten 2022 begonnen. Vom 10. bis 23. März hatten die Ermittler zugegriffen, den Angaben zufolge waren Tausende elektronische Apparate und insgesamt über 91.000 Videos beschlagnahmt worden. Am 10. März erfolgten die Durchsuchungen in Brandenburg.
Plattform von Cyberkriminellen eingerichtet
Kidflix war nach Angaben von Europol 2021 von Cyberkriminellen errichtet worden und wurde den Angaben zufolge eine der populärsten Plattformen für Pädophile. Über Kidflix konnten Nutzer gegen Bezahlung Videos, die sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, laden und auch streamen.