Konjunktur: Liebherr wächst in schwierigem Umfeld

Der Baumaschinenkonzern legt beim Umsatz zu. Der Gewinn geht aber zurück. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in Oberschwaben. Dort ist heute noch ein Schwerpunkt.

Das Familienunternehmen Liebherr hat trotz konjunkturellen Gegenwinds 2024 zugelegt. Das Unternehmen, das von Baggern über Kräne auch Kühlschränke im Angebot hat, steigerte seinen Umsatz um 4,1 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich wurde aber deutlich weniger verdient. Das Ergebnis nach Steuern sank von 367 auf 258 Millionen Euro. Liebherr ist mit seinem Hauptsitz im schweizerischen Bulle ansässig. Gegründet wurde das Familienunternehmen aber 1949 von Hans Liebherr in Kirchdorf an der Iller (Kreis Biberach).

Ende 2024 beschäftigte Liebherr weltweit insgesamt 54.728 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 1.069 mehr als im Vorjahr. Angaben zu den Beschäftigten in Deutschland waren zunächst nicht zu erhalten. Die Region Oberschwaben, Allgäu und Bodensee ist bedeutend für das Unternehmen.

In sieben der 13 Produktsegmente habe es Umsatzsteigerungen gegeben, teilte das Unternehmen weiter mit. Dabei entwickelten sich die Geschäfte in den verschiedenen Produktsegmenten und Absatzregionen unterschiedlich. So habe die gedämpfte Nachfrage in der Bauindustrie, vor allem in Deutschland, einige Produktsegmente bei Liebherr belastet. Die Rückgänge konnten jedoch durch andere Produkte ausgeglichen werden. Wachstumstreiber waren in erster Linie Mobilkrane, Komponenten für den Produktbereich Luftverkehr sowie eine gute Auftragslage in den Bereichen Mining und Verzahntechnik.

Geschäftsbericht 2024