Abgewiesene Klage in London: Trump muss Gerichtskosten in Höhe von 740.000 Euro zahlen

Donald Trumps Klage gegen den Verfasser eines Geheim-Dossiers lehnte ein britisches Gericht im vergangenen Jahr ab. Die Prozesskosten muss der US-Präsident nun zahlen.
Ein britisches Gericht hat den US-Präsidenten Donald Trump zur Zahlung von Prozesskosten in Höhe von 625.000 Pfund (741.000 Euro) verurteilt. Das am Donnerstag von dem Gericht in London bekanntgegebene Urteil betraf Trumps Klage gegen den Verfasser eines umstrittenen Geheim-Dossiers über seine Beziehungen zu Russland. Diese war bereits im vergangenen Jahr von einem britischen Gericht abgewiesen worden.
Trumps Klage bleibt ohne Erfolg
Trump hatte in London Klage gegen die Londoner Beratungsfirma Orbis Business Intelligence des britischen Ex-Geheimagenten Christopher Steele eingereicht. Der frühere Leiter der Russland-Abteilung des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 hatte vor der Präsidentschaftswahl 2016 ein Dossier angelegt, das kompromittierende Informationen über den Rechtspopulisten und seine mutmaßlichen Verbindungen zu Russland enthielt. Trump forderte von dem Unternehmen Entschädigung wegen schwerer Rufschädigung.
Im vergangenen Februar hatte ein Gericht in London die Klage mit der Begründung zurückgewiesen, es gebe keine „überzeugenden Gründe“ für ein Gerichtsverfahren. Trumps Klage auf Entschädigungszahlungen habe keine Aussicht auf Erfolg. Er habe seit Veröffentlichung des Dossiers im Jahr 2017 viele Jahre verstreichen lassen, ohne irgendeinen Versuch zu unternehmen, „seinen Ruf vor britischen Gerichten zu verteidigen“, erklärte die Richterin im Februar.