Krankenhäuser: Gesundheitsministerium legt Zeitplan für Klinikreform vor

Die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt sollen sich stärker spezialisieren. Das Gesundheitsministerium hat dafür nun einen Zeitplan skizziert. Was könnte sich ändern?

Das Gesundheitsministerium in Magdeburg hat einen Zeitplan zur Umsetzung einer Krankenhausreform in Sachsen-Anhalt vorgelegt. Danach sollen die Kliniken in den nächsten Monaten Anträge einreichen, welche Leistungen sie künftig anbieten wollen. Das geht aus einer Übersicht hervor, die Ministerin Petra Grimm-Benne (SPD) vor Vertretern von Krankenhäusern, Kommunen, Krankenkassen und Ärzten präsentierte und die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Bis Ende September soll geprüft werden, ob die Anträge plausibel sind. Im Anschluss wird der Medizinische Dienst mit einer umfassenden Strukturprüfung beauftragt. Die Ergebnisse sollen bis Sommer 2026 vorliegen und die Grundlage für eine Neuordnung der Kliniklandschaft sein.

Vertreter des Gesundheitsministeriums bezeichneten den Zeitplan als ambitioniert. Dabei soll ein neues digitales Antragsverfahren zum Einsatz kommen. Grimm-Benne erwartet außerdem, dass noch neue Vorgaben des Bundes berücksichtigt werden müssen. „Aber wir wollen nicht untätig bleiben“, sagte sie und sprach in Bezug auf den Prozess von einem „Kraftakt“.

Klinken sollen sich spezialisieren

In den Kliniken wird es Reformen geben, sie sollen sich stärker spezialisieren. Es gilt das Leitbild: Je öfter Behandlungen in einer Abteilung durchgeführt werden, desto höher ist in der Regel die medizinische Qualität. An Standorten, an denen Leistungskonzentrationen angedacht sind, sollen laut dem Gesundheitsministerium Gespräche oder regionale Workshops stattfinden.

Derzeit gibt es in Sachsen-Anhalt 44 Krankenhäuser an 53 Standorten. Viele Kliniken stehen finanziell unter Druck. Mit der Krankenhausreform soll gegengesteuert werden.