Weitere Verdächtige nach bundesweiter Einbruchsserie bei Schaustellern gefasst

Bei Ermittlungen zu einer jahrelangen Einbruchsserie bei Schaustellern in sieben Bundesländern hat die Polizei drei weitere mutmaßliche Mitglieder der verantwortlichen Bande gefasst. Die Verdächtigen seien nach einem Einbruch in ein Wohnhaus im nordrhein-westfälischen Korschenbroich von Spezialeinsatzkräften festgenommen und am Sonntag in Untersuchungshaft genommen worden, teilte die Polizei im niedersächsischen Cloppenburg am Donnerstag mit. Sie ermittelt in dem Fall seit 2023. Bereits im März wurden drei Verdächtige festgenommen.
Die Ermittler rechnen alle Beschuldigten einer reisenden Bande zu, die sich vor allem auf Einbrüche in Wohnwagen von Zirkusbetreibern und Schaustellern spezialisiert hat. Die Gruppe soll demnach seit Jahren aktiv sein und Taten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen sowie Sachsen-Anhalt begangen haben. Laut Ermittlern erbeuteten die Täter bei ihren Einbrüchen „zum Teil sehr hohe Bargeldsummen und Schmuck“.
Die jüngste Festnahme erfolgte nach Hinweisen auf eine bevorstehende neue Tat, welche die Polizei bei ihren andauernden Ermittlungen gegen die Einbrecherbande gewann. Spezialkräfte des Bundeskriminalamts fassten die drei Verdächtigen demnach nach kurzer Flucht über eine Autobahn in einem Gewerbegebiet in Wachtendonk. Es handelte sich um zwei Männer im Alter von 25 und 45 Jahren sowie einen Heranwachsenden. Dessen genaues Alter nannten die Beamten nicht.
Die im März im hessischen Weilburg gefassten Verdächtigen waren ebenfalls im Rahmen von Observationsmaßnahmen gefasst worden, nachdem sie während einer Zirkusvorstellung in einen Schaustellerwohnwagen eingebrochen waren. Auch in ihrem Fall hatten Ermittler zuvor Hinweise auf die bevorstehende Tat erlangt.