Handball-Bundesliga: Füchse patzen im Titelrennen gegen Erlangen

Die Füchse Berlin lassen beim Vorletzten Erlangen überraschend einen Punkt liegen. Drei Tage nach dem Champions-League-Kampf gegen Kielce wirken die Berliner müde und unkonzentriert.
Die Füchse Berlin haben im Kampf um die Meisterschaft der Handball-Bundesliga einen herben Rückschlag einstecken müssen. Am Samstag kam der Tabellenführer in Nürnberg beim Vorletzten HC Erlangen nicht über ein 31:31 (14:16)-Remis hinaus. Damit kann die TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag mit einem Sieg vorbeiziehen. Beste Berliner Werfer waren Nils Lichtlein, Manuel Strlek, Lasse Andersson und Mathias Gidsel mit je sieben Toren.
Trainer Jaron Siewert musste auf das Duo Fabian Wiede und Tim Freihöfer verzichten, die sich am Mittwoch in der Champions League gegen Kielce verletzt hatten. Dafür rückten die Nachwuchskräfte Jan Grüner (18) und Florian Budde (20) in den Kader nach. Und nur drei Tage nach diesem Königsklassen-Kraftakt wirkten die Füchse müde und unkonzentriert.
Füchse verspielen am Ende Sieg
Viele Ballverluste und zu viele Fehlwürfe erlaubten sich die Berliner. Zudem fehlte in der Abwehr der letzte Zugriff und Keeper Dejan Milosavljev bekam keinen Ball zu fassen. Auch ein Torhüterwechsel brachte zunächst keine Besserung. Und so lief der Tabellenführer fast die gesamte erste Hälfte einem Rückstand hinterher – zeitweise mit bis zu drei Toren.
Erst fünf Minuten vor Ende gingen die Berliner nach langer Zeit wieder in Führung (30:29). In der Schlussphase rettete Keeper Lasse Ludwig zunächst mit zwei Paraden sein Team, in der Schlusssekunde rutschte ihm aber der Ball durch die Hände ins Tor zum Ausgleich.