Luftrettung: Vierter Rettungshubschrauber soll Versorgung in MV stärken

Mehr als 3.300 Rettungseinsätze flogen die Helikopter in MV im vergangenen Jahr. Nun soll ein vierter Hubschrauber die medizinische Versorgung weiter stärken.
Die drei in Mecklenburg-Vorpommern stationierten Rettungshubschrauber haben im vergangenen Jahr 3.369 Einsätze geflogen. Am stärksten gefragt war Christoph 47 in Greifswald mit 1.340 Einsätzen, gefolgt von Christoph 48 in Neustrelitz, der auf 1.126 Einsätze kam. Der Rettungshubschrauber Christoph 34 in Güstrow absolvierte 903 Einsätze. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die Einsatzzahlen haben sich den Angaben zufolge in den letzten zehn Jahren kaum verändert. Dennoch soll ein vierter Rettungshubschrauber in Pampow bei Schwerin stationiert werden. Der Bedarf sei unter Beteiligung des Landesbeirates Rettungswesen festgestellt worden, erklärte Ministerin Stefanie Drese (SPD).
Spezialisierung der Kliniken
Durch die zunehmende Spezialisierung der Krankenhäuser und die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten etwa bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall komme es beim Transport der Patienten in die geeignete Klinik auf jede Minute an. „Der Ausbau der Luftrettungskapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern ist deshalb eine sinnvolle Anpassung an die Herausforderungen im Gesundheitswesen.“
Wann der vierte Hubschrauber an den Start gehen kann, ist aber noch offen. Es bedürfe unter anderem der Herrichtung der Flächen für den Hubschrauberlandeplatz, einschließlich einer Luftrettungsstation, der luftrechtlichen Genehmigung und eines EU-weiten Ausschreibungsverfahrens für einen Betreiber. „Deshalb können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine seriöse Aussage zum Betriebsbeginn treffen“, so die Ministerin.
Heute besucht Drese zum Abschluss ihrer Sommertour den Standort von Christoph 48 in Neustrelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.